Korbach. Nach der Sommerpause sind im September die Arbeitslosenzahlen im Agenturbezirk Korbach weiter zurückgegangen. 8560 Menschen waren in den beiden Landkreisen im Agenturbezirk – Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder – arbeitslos gemeldet, das waren 279 weniger als im August (minus 3,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank von 4,7 auf 4,5 Prozent. Auch der Vergleich mit dem September 2025 zeigt rückläufige Zahlen – seitdem sind 157 Arbeitslose weniger registriert (minus 1,8 Prozent). Die Quote lag vor einem Jahr bei 4,6 Prozent. „Die Herbstbelebung, die sich im August bereits andeutete, hat sich im September fortgesetzt“, sagt der Korbacher Agenturleiter Volker Breustedt. „Ein Rückgang der Arbeitslosenzahl um gut 3 Prozent entspricht dabei der üblichen Entwicklung. Erfreulicherweise ist auch im Vergleich mit September 2025 die Arbeitslosigkeit erneut gesunken.“ Als positiv hob Breustedt zudem hervor, dass – anders als im hessischen Durchschnitt – die Beschäftigung im Jahresvergleich gestiegen ist, und zwar um 576 auf 124.486 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte Ende März 2026, das sind die jüngsten verfügbaren Daten. Auch hätten die Arbeitgeber seit Jahresanfang mehr offene Stellen gemeldet als im gleichen Zeitraum 2025. Die Richtung stimme, aber es sei zu früh, um von einer generellen Trendwende auf dem Arbeitsmarkt zu sprechen, so Breustedt. „Erneut geht der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich auf die beiden Jobcenter im Agenturbezirk zurück, während bei der Arbeitsagentur ein Anstieg zu beobachten ist. Die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt – beispielsweise weltwirtschaftliche Unsicherheiten, Transformationsprozesse und die demografische Entwicklung – bestehen fort und beeinflussen weiter die Entwicklung.“
Die einzelnen Personengruppen zeigen im Jahresvergleich eine unterschiedliche Entwicklung. Bei Ausländern hat sich die Arbeitslosenzahl seit September 2025 um 216 bzw. 7,2 Prozent verringert, bei Männern um 210 (minus 4,2 Prozent) und bei Jüngeren unter 25 Jahren um 4 (minus 0,4 Prozent). Dagegen ist bei Langzeitarbeitslosen ein Anstieg um 78 bzw. 3,3 Prozent zu verzeichnen und bei Frauen um 53 (plus 1,4 Prozent). Binnen Monatsfrist ist die Arbeitslosigkeit in beiden Rechtskreisen zurückgegangen. Bei der Arbeitsagentur (Rechtskreis Sozialgesetzbuch III) waren 3763 Arbeitslose gemeldet, 106 weniger als im August (minus 2,7 Prozent). Bei den Jobcentern in den beiden Landkreisen (Rechtskreis Sozialgesetzbuch II) waren 4797 Arbeitslose registriert (minus 173, minus 3,5 Prozent). Im Jahresvergleich ist allerdings bei der Arbeitsagentur die Arbeitslosenzahl um 130 gestiegen (plus 3,6 Prozent), bei den Jobcentern dagegen um 287 gesunken (minus 5,6 Prozent). Der Bestand an offenen Stellen im Agenturbezirk hat sich seit August um 55 auf 2375 erhöht, das sind 258 weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn sind der Korbacher Arbeitsagentur 5034 Stellen neu gemeldet worden, ein Plus von 366 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bis zum 25. September haben 8 Betriebe im Agenturbezirk neu Kurzarbeit angezeigt, von der maximal 69 Beschäftigte betroffen sein können. Vor einem Jahr waren es 8 Betriebe mit bis zu 95 betroffenen Mitarbeitenden.
Die Arbeitsmarktzahlen in den Landkreisen
In Waldeck-Frankenberg waren im September 4034 Menschen arbeitslos gemeldet, 136 weniger als im August (minus 3,3 Prozent) und 57 weniger als vor einem Jahr (minus 1,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 4,6 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als vor einem Monat und auf dem gleichen Wert wie vor einem Jahr. Der Bestand an offenen Stellen hat sich seit August um 106 auf 1565 erhöht, das sind 53 weniger als vor einem Jahr.
Korbach mit Bad Wildungen. 1693 Personen ohne Arbeit waren im September in Korbach und Bad Wildungen registriert, 85 weniger als im August (minus 4,8 Prozent) und 64 weniger als im September 2025 (minus 3,6 Prozent). Die Quote lag bei 4,0 Prozent, das sind jeweils 0,2 Prozentpunkte weniger als vor einem Monat und vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Frankenberg. 1381 Arbeitslose verzeichnete die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat, 21 weniger als im August (minus 1,5 Prozent) und 72 weniger als vor einem Jahr (minus 5,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank von 4,9 auf 4,8 Prozent, vor einem Jahr waren es 5,0 Prozent.
Geschäftsstelle Bad Arolsen. In der Geschäftsstelle Bad Arolsen ist die Zahl der Arbeitslosen um 30 auf 960 gesunken (minus 3,0 Prozent), das sind 79 mehr als vor einem Jahr (plus 9 Prozent). Die Quote betrug 5,4 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als im August, aber um 0,4 Prozentpunkte höher als im September 2025.
Im Schwalm-Eder-Kreis waren im September 4526 Arbeitslose registriert, 143 weniger als im August (minus 3,1 Prozent) und 100 weniger als im Vorjahresmonat (minus 2,2 Prozent). Die Quote reduzierte sich von 4,7 auf 4,5 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 4,6 Prozent gelegen. 810 offene Stellen waren im Schwalm-Eder-Kreis gemeldet, 51 weniger als im August und 205 weniger als vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg. 2258 Arbeitslose waren in der Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg erfasst, ein Minus von 102 gegenüber August (minus 4,3 Prozent) und ein Plus von 15 gegenüber dem Vorjahr (plus 0,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 4,7 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im August und auf dem gleichen Wert wie im September 2025.
Geschäftsstelle Melsungen. Die Geschäftsstelle Melsungen verzeichnete innerhalb eines Monats einen Rückgang um 30 auf 1189 Arbeitslose (minus 2,5 Prozent), das waren 88 weniger als im September 2025 (minus 6,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank von 4,7 auf 4,6 Prozent, vor einem Jahr hatte sie 5,0 Prozent betragen.
Geschäftsstelle Schwalmstadt. 1079 Menschen auf Jobsuche zeigte die September-Statistik für die Geschäftsstelle Schwalmstadt, 11 weniger als im August (minus 1,0 Prozent) und 27 weniger als im September des Vorjahres (minus 2,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote stagnierte bei 4,0 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 4,1 Prozent.




